Morrissey, Fratzengeballer auf der Buchmesse & die Neue Rechte …

Morrissey, Fratzengeballer auf der Buchmesse & die Neue Rechte …

…kommen in dieser Ausgabe nicht vor!!

 

Wie sagte Prof. Dr. Joachim Lottmann schon vor mehr als 9 Jahren: „Es ist wichtig, mit der Kunst allein zu sein, denn sie gibt einem unendlich viel.“ Und deshalb war es mehr als selbstverständlich, dass ich nach dem Besuch der Eröffnung von KÖLN SKULPTUR #9 im Skulpturenpark Köln, es mir natürlich nicht nehmen ließ, noch eine Performance außerhalb des Parks aufzuführen.

 

Leider war ich dabei nicht so gut und nahbar wie Nick Cave, unlängst in Düsseldorf. Und auch nicht so gut angezogen. Aber Lackslipper mit blauen Seidenstrümpfen sind zum Radfahren Tat nur mäßig geeignet. Zurück zur bahnbrechenden Aufführung, die ihren Ausgangspunkt am Vater Rhein nahm.

 

Der Titel des gleichermaßen radikalen wie Grenzen überschreitenden Kunst-Stückes lautete: „Der verloren gegangene Schlüssel des Speichenschlosses eines SPARTA-Damenrades„.

 

Eine wahrlich schweißtreibende Angelegenheit bei gut 25 Grad im „Goldenen Oktober„; bei der erst intensiv das Gelände begutachtet wurde und dann erfolgte – als Kritik am hektischen Pendeln – die weitere Aufführung auf diversen Rolltreppen und in den Eingangsbereichen diverser KVB-U-Bahnen (Linie 18, 4 und 1).

 

Hier sorgte der Künstler für eine kulturkritische Entschleunigung, in dem er das Rad halb trug, die neue Langsamkeit für sich und andere entdeckte sowie Eingänge für einige Zu- und Absteiger unpassierbar machte. Gut, dass es niemand an diesem Sonntag eilig hatte. Es hätte zu schlimmen Eskalationen kommen können. Lernte ich doch zuletzt in Leverkusen-Mitte, dass auch in den bildungsferneren Schichten „Verfrühungen“ nicht sehr geschätzt werden.

 

„Oh, wie blöd! Da ist mir jetzt tatsächlich die S6 nach Essen vor der Nase weggefahren, obwohl ich mich doch in der Minute der planmäßigen Abfahrt am Gleis 1 einfand.“

 

Im O-Ton, mit einem Kumpel lauthals mobiltelefonierend, klang das so:

 

„Ey, da fährt mich der S-Bahn vor der Nase weg, der Hurensohn! Normalerweise ist die nie pünktlich, der Bitch!“

 

Ich bedaure, dass diese Performance – wie auch meine auf den Rolltreppen – nicht auf Zelluloid gebannt wurde wie andere, Jahre zuvor. Doch stets gilt: „Die meisten Leute verstehen nichts von Kunst. Wichtig ist, ihnen nichts zu erklären.“ (Santiago Sierra)

 

Und: Ist die Antwort auf die Nachricht eines österreichischen Bekannten, der Kunsthistoriker ist und mitteilte, „[Bin] nicht mehr auf der deutschen Nummer erreichbar.“ – „Wie? Etwa KEIN ANSCHLUSS UNTER DIESER NUMMER?!?!“ noch vom Humorportfolio abgedeckt, bzw. der Freiheit der Kunst oder schon… naja, siehe oben?! Nein, nein, es ist einfach ein Witzkapitalverbrechen, quasi das Humor-Pendant zur Frisur von Scott Fitzgerald!!? Weirdo statt Hairdo! Nicht nur Demokratie ist lustig!!

 

Worüber ich jedoch sehr + unendlich froh bin: Morrissey, Fratzengeballer auf der Buchmesse & die Neue Rechte kamen in dieser Ausgabe – genau wie „Fake News“ – einfach nicht vor!!

 

Uff, Gottseitrump, da könnte man ja echt in Höckes Küche kommen! Euer Schomberg!

 

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